Dienstag, 12. August 2025

Wie Julia uns Nachts einheizt

 Es heißt ja, Hochs bekämen normalerweise keine Namen. Doch auf der europäischen Wetterkarte heizt uns "Julia" gerade kräftig ein. Dass im August die Temperaturen hier oben nachmittags über 30 Grad klettern, ist ja keine Seltenheit, aber dass sie nachts nicht zurück gehen schon.

Vergangene Woche habe ich ja noch von den 15 bis 18 Grad nächtens geschwärmt, aber seit Sonntag haben wir um Mitternacht noch über 23 Grad. Es ist ja nicht so, dass wir keinen Schlaf fänden, aber man wacht halt auf, wenn die Sachen, die zum Schutz der Bettwäsche dienen sollten schon nach einer Stunde klatschnass am Körper kleben. So schwer ist meiner Frau und mir die Nachtruhe hier noch nie gefallen. Wir wälzen uns jedem leisesten Windhauch entgegen und erfahren doch erst ab vier Uhr früh eine leichte Linderung.

Quelle: wetter.net
Ich kann mich nicht an eine Wetterkarte erinnern, auf der ein Hoch große Teile des Nordatlantiks und das gesamte Mittelmeer überspannte. Und auch so viele dunkelrot eingefärbten Bereiche habe ich noch nie auf einmal gesehen.

Quelle: tagesschau.de

Was beängstigt, ist mittlerweile die globale Ungleich-Verteilung der Wetter-Extreme. Gestern Abend waren Bilder von riesigen Sturzfluten in Japan mit bis zu 400 Litern pro Quadratmeter in den Nachrichten zu sehen.
Quelle: Spektrum der Wissenschaft
Bei der künstlichen Verdunklung des Himmels muss zunächst
Einigkeit in Form eines Weltfriedens herrschen,
und auch dann ist eine gerechte Verteilung
potenzieller Segnungen nicht garantiert

Einen schnellen Wandel durch geotechnische Maßnahmen wird es vermutlich nicht geben, um die Rasanz der sich anbahnenden Katastrophe abzubremsen, obwohl unermüdlich nach Maßnahmen geforscht wird, die eindringende Sonnenbestrahlung abzuschwächen. Auch die verheißungsvolle Idee mit Geo-Engineering Kleinstpartikel in die Stratosphäre einzubringen, birgt Risiken des Ungleichgewichts:https://www.tagesschau.de/wissen/klima/sonne-verdunkeln-100.html



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