![]() |
| Quelle: Caccia e Passione |
Als gäbe es derzeit keine anderen Probleme zerren Politiker, Landwirte und in ihrem Windschatten natürlich die Jäger die schnell vorangehende, zunächst gewollte Ausbreitung des Italienischen Wolfes in Ligurien (Canis lupus italicus) in eine öffentliche Diskussion. Die verhärteten Fronten ähneln denen in Deutschland sowohl in der Intonataion der Empörung als auch von der Überhöhung der Argumente. Deshalb muss ich nicht im Detail darauf eingehen. Ich habe ein wenig im Netz gestöbert, um mir selbst einen Überblick zur Meinungsbildung zu verschaffen:
![]() |
| Quelle: Wikipedia Verbreitungsgebiet des Canus Lupus italicus |
Aber wieso hat der als exessiver Wildschwein-Verspeiser erheblich an Gewicht eingebüßt habende O.belix dieses Thema überhaupt für einen Post ausgesucht? Er wandert ja nicht mehr durch die Wälder oder auf den Pfaden rund um den Borgo, weil er den viel gefährlicheren Wildschweinen aus dem Weg gehen will, die sich durch ihr nahe gelegenes Schutzgebiet stärker ausgebreitet haben, als es den Wölfen je vergönnt wäre.
Mitte der Woche glaubte Piero, der Musikprofessor, dessen Schlafzimmer auf den Burgzinnen höher liegt als meines, das unverkennbare Heulen eine Wolfes vom Ginster-Pass gehört zu haben. Ich schmunzelte skeptisch, glaubte aber an sein musikalisches Gehör.
In der Nacht zum Samstag hämmerten die Bässe der Band, die im Capo Luogo zur Sagra aufspielte, bis zwei Uhr nachts zu uns herauf ins Schlafzimmer. Meine Frau schlummerte trotzdem selig, während ein Hagel böser Gedanken auf mich niederprasselte. Gerade als ich nach Ende des Festes hinüber daämmerte, hörte ich das Heulen, das ich bislang nur aus Dokumentar- oder Abenteuer-Filmen kannte.
Es kam mir sehr nah und sehr klar vor, und es hätte auch ein Mensch mit Imitationsgabe sein können.
Aber dann las ich heute von dem Wolfsweibchen, das in der Provinz Imperia wohl sechs Welpen im Schutze seines Rudels durch den Winter gebracht hatte.
![]() |
| Quelle: ANSA |
Die werden die ligurischen Wolfsgegner nun auch noch verkraften müssen - im "Überlebenskampf".
Auch wenn sie uns vielleicht näher kommen, ich werde jedenfalls nicht mit jenen heulen, die sie nun wieder tropheengeil bejagen wollen
Ich halte mich lieber an die von der KI emfohlenen Umgangsformen:
- Ruhe bewahren: Panik ist unbegründet, da Wölfe Menschen in der Regel meiden.
- Nicht weglaufen: Weglaufen oder Wegfahren (z. B. mit dem Rad) kann den Jagd- oder Hetzinstinkt des Tieres auslösen.
- Auf sich aufmerksam machen: Sprechen Sie mit ruhiger, aber fester Stimme, klatschen Sie in die Hände oder winken Sie ab, damit der Wolf erkennt, dass Sie ein Mensch sind.
- Distanz vergrößern: Gehen Sie langsam und unter Blickkontakt rückwärts, um den Abstand zu vergrößern.
- Einschüchtern bei Annäherung: Sollte der Wolf wider Erwarten folgen oder nicht weichen, machen Sie sich groß, schreien Sie das Tier laut an und werfen Sie notfalls Steine oder Stöcke nach ihm.
- Hunde anleinen: Führen Sie Ihren Hund in Wolfsgebieten stets an der Leine und halten Sie ihn nah bei sich, um Konflikte zu vermeiden



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen