Denn darum geht es mir heute bei diesem Post. Keine Bange! Ich will nicht bei Horaz und seinem carpe diem nassauern, obwohl die Ur-Übersetzung mit "pflücke den Tag" gut zu unserer normaler Weise blühenden Piazza passte, - würde sie nicht auch so unter Hitze und Trockenheit leiden.
Ein Vierteljahrhundert genieße ich nun diese Minuten bei meinem Morgen-Cappuccino. Nur scheinbar hat sich dabei nichts geändert. Aber der Anschein trügt, denn mit jedem Moment des veränderten Denkens wird in diesem Geviert eine andere Perspektive geöffnet.
Als ich noch mein Fischerboot hatte und auch so fit war, dass ich mit dem Rennrad hier die Pässe rundum befuhr, konnte ich morgens gar nicht früh genug aufbrechen. Die Barca da Pesca ist längst verkauft. Das Rennrad wartet immer noch darauf, dass die Sportskanone, die mein Schwiegersohn ist, es aus der Cantina holt und dereinst den fabelhaften Radfernwanderweg an unserer Küste entlang düst. Den erlebte ich nur auf spektakulären Teilstücken, weil er damals noch nicht so durchgängig war wie heute. Vielleicht kommt dann auch mein bis dato noch eher unsportlicher Enkel auf den Geschmack.
Weil ich eben viele Dinge nicht mehr kann, die mich einst prägten, musste ich lernen, umzudenken. Und damit bin ich alter Schwafler endlich beim Thema:
Gleiche Kulisse, aber verändertes Denken füllt Augenblicke mit jeder Menge positiver Überraschungen. An diesem Morgen war es der Wettlauf zwischen der gleißend aufgehenden Sonne mit dem verblassend untergehenden Mond, die auf ihrem Weg nach Westen gleichzeitig im Azur zu sehen waren.
Und was macht der Schweizer Käse, zu dem mein löchriges Hirn langsam wird? Es reflektiert dazu einen alten Schlager von Connie Froboess:
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| Quelle: Wikipedia |
Können gar nichts dagegen tun
Dass sie am Himmel sich niemals trafen
Denn wenn er aufsteht, dann geht sie schlafen
Lady Sunshine und Mister Moon
Können gar nichts dagegen tun
Wenn sie auch träumen von einem Märchen
Ein Pärchen werden sie nie
Da sind wir beide besser dran














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