Was rege ich mich denn darüber auf, dass das Licht im Herbst immer schneller weicht und die Schatten die Piazza nun nahezu den ganzen Tag bedecken? Beides gibt mir Einfaltspinsel doch in jedem Jahr zumindest ein Thema vor. Dass das seit Jahrtmillionen immer nach dem gleichen Schema abläuft, nehmen ja nur die sich anhäufenden Lebensjahre als Reaktionsbeschleuniger wahr! Wie Schatten ein Problem des Zeitgefühls mit sich bringen können, lässt sich schon daran erkennen, wie unterschiedlich wir Menschen sie auf uns wirken lassen, und wie ambivalent unser Sprachgebrauch dazu ist:
Viele leiden ja schon an der Zeitimstellung, die uns bald wieder erwartet. Als von Medikamenten Abhängiger versuche ich seit Mitte August, meine innere Uhr mit der früher einsetztenden Dunkleheit in Einklang zu bringen. In diesem Sommer bei 90 Tagen trockener Dauerhitze war nichts segensreicher als die wachsend gespendeten Schatten der alten Gemäuer rund ums Geviert. Vor allem, wenn - selten genug - dazu auch ein laues Lüftchen durch die Torbogen wehte.
Das war also bei weitem kein negativ belastetes Schattendasein.
Und wenn ich mitbekam, wie meine Familie, unser holländischer Neuzuzug und das schöne Paar von gegenüber nach viel zu wenigen Tagen der Erholung wieder zu ihrer Arbeit zurück hetzten, war ich mit meinem Schattendasein noch zufriedener. Vor allem, dass ich schon lange der Karriere wegen aus keinem Schatten meines Vorgängers treten musste, um dessen Posten einzunehmen. Ob ich dabei dann für meine "Follower" einen zu langen Schatten warf, lasse ich mal dahingestellt sein.
Tragisches überschattet häufig, was gerade noch so friedlich existierte.
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| Quelle: Instagram "The dark side" of the Moon wie die Artemis II Mission sie sah |
Dass manche Mirbürger den Schattenseite des Lebens nicht entkommen, ist zwar oft selbst verschuldet, ändert aber nichts daran, dass unsere asoziale Gesellschaft sie meist schon frühzeitg abgehängt hat.
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| Quelle: pixbay Ein Kurschatten kann den Genesungsprozess durchaus beschleunigen |
Friedrich Merz muss keinen Schatten-Kanzler fürchten. Wenn unser Land nicht unter den braunen Schatten geraten soll, braucht es allerdings Expertive mehr als Parteibücher.. Leider stünden für ein Schatten-Kabinett derzeit nur Luschen zur Verfügung. Im Schatten der Macht von Angela Merkel konnten sich eben kaum Talentea ans Licht arbeiten. Das begünstigt dann eben solche Mickymaus-Figuren wie Philipp Amtor, der sich gerade auf seinen Dienstbalkon einen Strandkorb stellen wollte. Vermutlich, damit sein gewaltiger Schatten bei Sonnenschein nicht ans Tageslicht kommt.
Und wenn Ihr beim Lesen nun den Eindruck habt, der Blogger habe aber einen ebenso gewaltigen Schatten, muss ich dem entgegen halten, dass wir ja alle irgentwie einen Schatten haben. Sonst ließen wir uns doch nicht von der aktuellen Politik derart in den selben stellen...
Philsophisch treibt mich die Frage um, obe diese geistige Götterdammerung, die da herauf zieht. überhapt noch Schattenspiele zuließe. Augenzeugen vom Abwurf der ersten Atombombe bericheten, dass ihr e grelle Explosion sämtliche Schatten ausgelöscht hätte. Und da haben uns die Lehrer in der Volksschule wirklich noch geraten, gegen den Atom-Blitz die Schultasche vors Gesicht zu halten?
Deshalb beende ich das jetzt, bevor mein Geschreibsel einen Schatten auf die Zugriffszahlen meiner Blogs wirft, mit den Zeilen eines alten, Berrliner Kinderliedes, die bis heute universelle Geltung haben:
„Watt’n, watt’n, det Schwein hat keinen Schatten!
Da ging det Schwein um’t Eck und
der Schatten war weg!“








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