Als es nur wenige Menschen auf Erden gab, und die Pol-Kappen noch wuchsen anstatt so ransant zu schmelzen wie heute Arktis, Antarktis und die Gletscher im Hochgebirge, hat niemand groß über Wasser nachgedacht. Es war ein Freundfeind wie die Sonne - mal Labsal und dann wieder durch Dürre und Fluten lebensbedrohlich: Mangel oder Überfluss forderten tausende Todesopfer.
Der Mensch wanderte "einfach" dorthin, wo es genügend von allem gab oder starb aus wie der Pithecantropus.
Aber schon die Sesshaftigkeit nach der Phase des Jagens und Sammelns führte zu ersten Problemen der Verteilung. Erst als beinahe alle Religionen dem Wasser eine existezielle, ja bisweilen durch Segnung auch heilige Bedeutung beimaßen, änderte sich dessen bloßer Verbrauch Das Individuum ging achtsamer damit um und begann, über den Umgang mit ihm - über Durstlöscher und "Waschmittel" - hinaus - nachzudenken.
Als die Wissenschaft - die Hydrologie - der Religion buchstäblich nach und nach das Wasser abgrub und entmystifizierte Fakten vorlegte, begriff der Mensch. Zum Beispiel, dass sein Körper zu gut zweidrittel aus diesem Element besteht. Die Werltschätzung seiner physikalischen Eigenschaften trieb durch Handel, Transport und Nutzung der Wasserkraft Wirtschaft und Wohlstand an. Viel Wasser bedeutete nicht selten auch viel Macht. Aber da schon forderten die jeweiligen natürlichen Umstände den achtsamenUmgang mit ihm.
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| Quelle: deposit photos Angkor Wat: Beispiel des Untergangs eine Hochklutur durch Mangel an Wasser, wo es einst im Überfluss in großzügigen Landschaften gestaltet wurde |
Wir wissen heute, dass das sagenhaft Angkor Vat am Wassermangel nach zu aufwendiger Wasserwirtschaft unterging, und dass die Ägypter mit dem Wasser des Nils gewaltige Transport-Probleme überraschend logisch lösten. Die Römer forderte es als "Luxus-Gut" zu gewaltigen Aquädukten und rafinierten unterirdischen Kanälen heraus, die heute nicht nur noch stehen, sondern auch durch ihre architektonisch technischen Lösungen begeistern.
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| Quelle: Provence-Info.de Le Pont du Gard - Aquädukt von dauerhafter Schönheit |
Augerechnet das Industrie-Zeitalter und heute auch die digitale Welt haben derartigen Schindluder durch Verbrauchsmengen und Verunreinigung des lebenspendenden und - erhaltenden Nass getrieben, dass ein Teil der Erdbevölkerung nun schon gar keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser mehr hat. Und auch der von ihr arglos verursachte Klimawandel trägt nun seinen Teil dazu bei: Hier reißen gewaltige Regenmengen ganze Berge fort, während dort die Fluss-Schifffahrt dem niedrigen Pegelstand der einst großen Ströme zum Opfer fällt.
Wir in unserer Welt des Wohlstands müssen zunächst vielleicht nur um diesen fürchten, aber was wird, wenn der große Durst der Menschheit über uns kommt? Schon jetzt ist das Geschäft mit Trinkwasser regulierungsbedürftig. Aber was, wenn es um Wasserrechte bald zu blutigen Auseinandersetzungen kommt, wie einst im Wilden Westen?
Wieso sind wir in der Lage kompliziernte Roboter und Computer zu bauen oder immer perfidere Kriegswaffen in bald nicht mehr zu zählenden tödlichen Konflikten einzusetzen? Keiner jedoch macht sich Gedanken darüber, von dort, wo Wasser im Überfluss vorhanden ist, es systematisch dorthin zu bringen, wo es keines gibt.
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| Quelle: STERN Was nützte es, wenn die Roboter dann nichts mehr zu servieren hätten |
Also ihr Mächtigen dieser Welt, denkt daran, dass Wirtchaftswachstum allein keinen Durst löscht! Dass der Abbau von Klimaschutzmaßnahmen nur ein vorübergehendes Pflaster auf den Risswunden unserer Walt sein kann, und dass all die Genrationen, die für die kommenden zu sorgen haben, dannauch genügend Trinkwasser hinterlassen können!
Trinkwasser zu haben und zu sichern, muss zum vorrangigen Menschenrecht werden!
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| Foto: Generalamzeiger Bonn Wenn Vater Rhein zum Väterchen Frust ausdörrt |
Das sind die Punkte, die schließlich zu einer dauerhaften Wasser-Migration führen könnten:
























