Freitag, 28. August 2026

Als es noch Benzin-Coupns gab

 

Wer sich noch daran erinnert, dass man als Deutscher, der mit dem Auto nach Italien rreisen wollte, daheim vorher Coupons für einen reduzierten Spritpreis erwerben konnte, der ist heute vermutlich aucch in Rente. Bis 1990 gab es die, um einerseits für Touristen die hohe Mineralöl-Steur zu kompensieren, aber weil auch ein Teil der Kfz-Steuer über den Benzinverbrauch eingezogen wurde. Schon damals fragte ich mich, wieso die regulären Preise die Italiener und Italienerinnen nicht vom exzessiven Gebrauch ihrer Macchine abhalten konnten. Nicht nur, dass ihre Einkommen erheblch niedriger waren, sondern auch weil ihre Aotostrade ja massenhaft Maut verlangten.

In der Aktuellen von Trump und den Israelis mutwillig verursachten Öl-Krise habe ich nicht den Eindruck, dass die Lust am Auto in meiner Zweitheimat gebrochen wäre. Hier oben in der Ligurischen Bergwelt allerdings, wo man wegen des kaum existenten ÖPNV das Auto als überlebenswichtig einstufen muss, stöhnten wir gemeinsam mit unseren Nachbarn. Eben nicht nur wegen der Hitze, sondern aufgrund des Preis-Roulettes, das an den hiesigen Tankstellen genauso unvrorhersehbar war wie bei der 12Uhr-Regel unserer Finanzministerin Katherina Reiche daheim. Reiche ist nichts für Arme! Das erkennt man schon an ihrer Energie-Vorratspolitik, die Strom-Giganten wie die Abzocker von eon begünstigt aber die Windkraft nicht entsprechend stärkt.

Für diesen Post habe ich den regionalen Preis-Monitor der Satione di Servizio im Netz aufgerufen. Der Liter EU-Standard schwankte zwischen 1,99 in der früh und stieg im Laufe des Vormittags mitunter bis auf 2,O3. Das waren in etwa Münchner Preise. Seit zwei Tagen aber erreicht der Liter in den "Strandmetropolen" mit vielen Touristen bis zu 2,039 Euro.( Man achte auf die Null hinterm Komma!)  30 Kilometer weiter westlich, jenseits der Grenze zu Frankreich werden jedoch mit 2,34 Euro Rekordpreise registriert. Dabei hat sich die Lage in der Straße von Hormus ja nicht verändert. Es scheint sogar ein separates Abkommen Iran-Oman möglich.

Seit die fürsorglichste und einzige Ehefrau nicht nur in unserer Ehe, sondern auch beim Autofahren das Steuer übernommen hat, höre ich ihr Stöhnen an den Zapfsäulen kaum noch. Sie wendet nämlich gegen die Preistreiberei der Mineralöl-Konzerne einen einfachen Trick an: Sie fährt nur zum Tanken, wenn die Reserve anfängt zu blinken und tankt dann immer nur für 50 Euro. Gleichgültig ob in bar oder mit Karte. Der Preis entscheidet also über unser Rentner-Reichweite. Ist er hoch, wird eben weniger gefahren. Mal sehen wo die Preise bei unserr Heimafahrt im Oktober stehen. Österreich war bis jetzt ja immer eine Benk für günstigen Sprit...

Aber Spaß beiseite. Ich habe mal die KI zum Unterschied zwischen heute un der Coupon-Zeit befragt. Hier das erstaunliche Ergebnis:

Quelle: SPIEGEL
Momente mobiler Memorabilien
Wenn man die damaligen Preise auf die heutige Kaufkraft in Euro umrechnet (unter Berücksichtigung der enormen Inflation), stellt man fest: Ein Liter Benzin im Jahr 1980 entsprach inflationsbereinigt über 2,30 Euro bis 2,45 Euro nach heutigem Wert. Da der durchschnittliche Monatslohn eines Arbeiters in den 1980ern oft nur bei 500.000 Lira lag, war das Volltanken ohne die Rabatte der Benzin-Coupons für Urlauber ein echter Luxus. 

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