Montag, 24. August 2026

Ein langer, lauer oder ein krachend, kurzer Abschied vom heißesten Sommer aller Zeiten?

Fotos: Subodh Panta




















Der blutroe Bote

Die Zeichen des Himmels erkenne ich noch,
Doch deuten will ich sie 
längst nicht mehr!
Beim Klima im Wandel ist's so unnütz doch!
Wochenlange Hitze machte uns das Atmen schwer.
Ertrinkt nun des Sommers Glut im eignen Blut?
Morgen, das ist klar, wird's heftig Regen geben.
Doch tut der dann auch noch den Pflanzen gut?
Neun Wochen mussten die ohne Wasser leben.

Die Angst, es könnte nicht über den Sommer reichen,
Beschlich bald auch uns ausgedörrten Alten.
Wichtige Wege gingen wir nur noch im Schleichen.
Doch träumten wir dann vom Norden, dem kalten?
Keiner kann  dieser globalen Glut noch weichen!
Selbst am Matterhorn schmolz das Eis die Felsen raus.
Weltweit brannten die schattigen Wälder lichterloh.
Auch den größten Flüssen ging das Wasser aus.
Die Schiffer wurden ihres Lebens nicht mehr froh.

So, wie das lebenswichtige Nass aus den Poren sprudelte,
Kam kaum einer noch mit dem Trinken hinterher.
Kleidung wechseln und Bettwäsche die schweißbesudelte!
Aircon, Waschmaschine- Ressourcen schonen, ist da schwer.
Kommen wir überhaupt noch aus dieser Klimaklemme?
Kaum kündigt das Abendrot herbstliche Temeraturen an,
Beginnt um den Gasmangel im Winter wieder das Geflenne.
Wird der Winter so hart wie erahnt, was machen wir dann?

Der blutrote Bote taugt eben gar nicht für Langzeit-Prognosen.
Er ist vor allem schön anzuschauen und lässt uns träumen.
Für den Moment vergessen dann - die Zeitläufte mit ihrem Tosen.
Regen folgt Sonnenschein. Silber glitzert's in Olivenbäumen.
Zeit? Wo ist das einfachen Leben geblieben?
Alter? Wo bist Du mit unserer Jugend hin?
Lasst uns doch wieder das Leben lieben.
Sonst macht all die Scönheit keinen Sinn!








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