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| Quelle: Visit Genua |
Ein Spaziergang der an den Nerven zehrt...
Der ist uns hier bei unserem letzten Ausflug in die Stadt und ans Meer widerfahren, bei dem wir uns aus eigener Schuld wie Dorf-Deppen vorkamen. Es war brütend heiß, und eigentlich wollten wir nur kurz auf unserem gewohnten Platz parken, damit meine Frau in der Chiesa Gianni Batista ein paar Kerzen zum Wohle der Familie entzünden und ich frischgemachte Pasta und unsererr spezielle Teesorte kaufen konnte.
Aber schon am Parcometro rächte es sich, dass wir normalerweise unser Auto in der gebührenfreien Mittagszeit abstellen, aber durch die Malaissen der letzten Jahre auch selten die Burg verlassen haben.
Es gibt neue Apparate: Erst muss man soviel Geld einwerfen, bis man die gewünschte Stellzeit auf dem Display sieht, aber dann werden auch noch das Kennzeichen und die Nationalität abgefragt, bis man dann den Parkschein ausgedruckt bekommt. Nur steht der Automat derart schlecht im grellen Licht, dass meine Frau nicht erkennen konnte, ob sie sich nicht vertippt hatte. Ausgerechnet ein Deutsches Touristen-Pärchen mit besseren Augen und entsprechender Routine musste uns assistieren. Sonst stünden wir heute noch da.
| Quelle: Orari Messe San Giovanni Batista im Zentrum Oneglias |
Dabei war unsere kleine Odyssee noch gar nicht zuende gewesen. Weil unser Enkel ab nächster Woche ins Gymnasium geht. wollte die Fürsorglichste ihm zumindest eine Ansichtskarte schicken. Sie fetzte also von einigen Andenkenläden zu einer Papeterie. Ansichtskarten? Aussichtslos! Und lustige Schulanfangs-Karten gab es gleich gar nicht!
Eine Verkäuferin gab ihr vorsichtig zu verstehen, dass ja heute Handys sogar Programme für Selfies mit Schmuckmotive vor jeweils eingepassten Sightseeing-Hintergrund hätten. Und die kämen wenigstens in Sekundenschnelle beim Empfängenr an. Wer bräuchten da noch Ansichtskarten bei der Zuverlässigkeit der Poste Italiane? Es gäbe höchstens noch spezielle Läden für ältere Leute die Ansichtkarten sammeln, aber nicht in Oneglia.
Dass wir kandymäßig trotz modernster Ausstattung wohl Neanderthaler sind, erfuhren wir dann noch einmal eine halben Stunde später, als es Zeit zum Essen war. Wir wollten undebedingt die schick neu gestaltete Strandbar im Ortsteil Prino ausprobieren, von der alle so geschwärmt hatten, Niemand hat uns beim Schwärmen aber gewarnt, dass die Verkehrsführung am Lungomare dort völlig verändert wurde: Nur noch Einbahnstraße aus der anderen Richtung, und trotzdem alle Parkplätze weg. Eine verzwickte Zufahrt, die den Besuch wohl eher vermeiden als fördern soll.
| Bar Tapas Prino |
Nichts wie weg zu unserer Stamm-Trattoria in Riva Ligure! Die belohnte uns nicht nur durch die malerischer Küstenfahrt sondern hat seit drei Jahren - neben der Tafel mit den Tages-Spezialitäten - die selbe Karte mit unveränderten Preisen!!! Sowie auch Personal, das einen - wenn auch selten - als Stammgäste wahrnimmt.
Was für ein Trost für uns Widergänger aus verflossenen Zeiten!
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| Foto: Claus Deutelmoser Trattoria degli Amici Riva Ligure |


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