Am Ende war nur noch ein hässlicher Stumpf von ihr zu sehen, über den ein frisch gesprossenes, sich selbst gesetzt habendes Aprikosen-Bäumchen seine grünen Ärmchen breitete.
Aber war das wirklich das Ende der "Mutter aller Yuccas" hier auf der Piazza? Der staubtrockene Juni hat der Albicocca ihr stolz gen Himmel gerecktes Krönchen verdorren lasen, ehe auch nur eines ihrer Früchtchen hätte zu Dörrobst werden können. Jetzt erholt sich der Rest nur langsam und ist eher ein Aprikosen-Busch. Und denkt nur! In dessen schütter gewordenem Schatten reckt die Totgeglaubte zwei kräftige Triebe durch den vom bösen Nachbarn mit Zementwasser verdichteten Boden.
![]() |
| Stumpf ist Trumpf |
![]() |
| Ihre Kinder, Enkel und Urenkel bevölkern den Borgo bis hinunter zur Burgmauer |
Aber dann war Yuccas Dankbarkeit für ihre zweifache Errettung dermaßen groß, dass voller Genügsamkeit aus dem unteren Teil eine zweigeteilte Palme wurde. Das abgetrennte, obere Stück erhärtete hingegen durch noch prachtvolleren Wuchs erneut meinen Verdacht, die Yuccas strebten die Weltherrschaft an. Denn irgendwann nach dem aus "Eins-mach-Zwei" habe ich aufgehört, die Nachkommen der beiden Teilstücke hier im Borgo noch zu zählen (alles im Blogg nachzulesen).
![]() |
| Alle Fotos Claus Deutelmoser Und wenn du glaubst, sie lebt nicht mehr, kommt aus dem Nirgendwo ein Spross daher |
Die Putins und Trumps dieser Welt können sich bekriegen so lange sie wollen: Am Ende siegt doch die heimlich auf ewig verwurzelte oder gar vernetzte (?) "Internationale der Yuccas".
Albicocca gegen Yucca - das verspricht im kommenden Frühling ein spannender Kampf zu werden. Da mische ich mich aber bestimmt nicht wieder ein, und Sanktionen werde ich auch nicht verhängen...



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen