Inzwischen sind sie so frech und selbstbewusst, dass sie nicht weiter nachtaktiv sind, sondern auch bei Tageslicht um uns herum wirbeln.
Wir waren schon mehrfach bei den einschlägigen Geschäften im Tal, um vergebens nach Mausefallen zu fragen. Gestern erzählte uns eine Verkäuferin, sie käme mit dem Bestellen gar nicht mehr nach. Jede Lieferung sei durch verzweifelte Vorbestellungen gleich wieder ausverkauft, denn es gäbe rund ums Tal so viele Mäuse wie lange nicht.
Das einzige, was es zur Abwehr noch gab, war Gift, aber das wiederum kommt für uns nicht infrage. Andererseits raten unsere einheimischen Nachbarn aber auch von gefühlsduseligen Lebendfallen ab, weil die ausgesetzten Tierchen sich ja wieder paaren und blitzschnell vermehren können...
Ausserdem verfügen sie generationsübergreifend auch noch über ein selektives Gedächtnis, was sie schnurstracks in Häuser zurück führt, in denen es ihnen gut gegangen ist.
Eine Mäusedame kann, da sie schon im ersten Jahr geschlechtsreif ist, alle sechs bis acht Wochen bis zu sechs Mäuschen auf einmal gebähren.
So sehr uns das schmerzt: Wir warten nun sehnsüchtig darauf, dass der Versender uns radikale, klassische Fallen schickt, die tödlich zuschnappen, denn wir wollen unser Haus wieder haben!
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