Donnerstag, 4. September 2025

Aus die Maus?


 Seit unsere Kids an Pfingsten das Haus hier verlassen haben, wurde es von Untermietern der unangenehmen Art übernommen. Und obwohl meine immer auf absolute Hygiene bedachte Tochter alles was die zum Essen mögen, hermetisch in Gläsern und Blechbüchsen weggeschlossen hatte, haben die Mäuse noch genug gefunden, um es sich im gesamten Haus gemütlich zu machen. Schranktüren wurden angenagt, Verstecke aktiviert und überall müssen sie unter Beweis stellen, wie gut ihre Verdauung funktioniert...

Inzwischen sind sie so frech und selbstbewusst, dass sie nicht weiter nachtaktiv sind, sondern auch bei Tageslicht um uns herum wirbeln.

Wir waren schon mehrfach bei den einschlägigen Geschäften im Tal, um vergebens nach Mausefallen zu fragen. Gestern erzählte uns eine Verkäuferin, sie käme mit dem Bestellen gar nicht mehr nach. Jede Lieferung sei durch verzweifelte Vorbestellungen gleich wieder ausverkauft, denn es gäbe rund ums Tal so viele Mäuse wie lange nicht.

Das einzige, was es zur Abwehr  noch gab, war Gift, aber das wiederum kommt für uns nicht infrage. Andererseits raten unsere einheimischen Nachbarn aber auch von gefühlsduseligen Lebendfallen ab, weil die ausgesetzten Tierchen sich ja wieder paaren und blitzschnell vermehren können...

Ausserdem verfügen sie generationsübergreifend auch noch über ein selektives Gedächtnis, was sie schnurstracks in Häuser zurück führt, in denen es ihnen gut gegangen ist.

Eine Mäusedame kann, da sie schon im ersten Jahr geschlechtsreif ist, alle sechs bis acht Wochen bis zu sechs Mäuschen auf einmal gebähren.

So sehr uns das schmerzt: Wir warten nun sehnsüchtig darauf, dass der Versender uns radikale, klassische Fallen schickt, die tödlich zuschnappen, denn wir wollen unser Haus wieder haben!



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen